Wer seine Bewerbung (Muster unter Bewerbung!) abgegeben hat, muss sich auf eine Reihe von Überprüfungen und Test´s einstellen. Ein Großteil der Bewerber fällt vor Beginn der Ausbildung raus bzw. wird nicht zugelassen. Gut vorbereitet sein und genau bescheid wissen ist hier angebracht.
Am Anfang der sogenannten Musterung steht eine überprüfung durch einen Arzt an. Nach allgemeinen Fragen zu Krankheiten (Masern, Mumps Röteln) und einer allgemeinen körperlichen Untersuchung (Lunge abhören, Blutdruck messen etc.) folgt in der Regel ein Hör und Sehtest. Nach diesen Untersuchungen fällt der Musterungsarzt ein erstes Urteil über die Verwendbarkeit innerhalb der Bundeswehr. Der sogenannten T1-/T6 Tauglichkeitsgrad wird festgelegt. In der Gesundheitsakte die Sie dann fortan im Dienst der Bundeswehr begleitet, stehen dann auch die empfohlenen Einschränkungen wie "nicht Fallschirmsprung, oder "nicht Gebirgsjägertauglich"! Dies sagt im Prinzip noch nix über die geplante Verwendung als Minentaucher aus, sondern ist lediglich eine Empfehlung! Die Tauchertauglichkeitsuntersuchung ist die entscheidende Untersuchung, da hier der untersuchende Taucherarzt detaillierter und genauer für die Verwendung als Taucher prüft! Dazu aber mehr unter dem Punkt TUKV. Beim Computertest werden die Mathematikleistungen überprüft. Hier kommen einfache Aufgaben der Grundrechenarten und Geometrie (z.B. Flächen, Umfangsberechnung). Des Weiteren werden Matrizentests, Morsetest und ein Funkertest durchgeführt. Nachdem alle notwendigen Untersuchungen und Messungen abgeschlossen sind, führt eine Psychologin ein Abschlussgespräch und fragt nach dem Verwendungswunsch innerhalb der Bundeswehr. Man kann 3 Wünsche nennen und sollte auf jeden Fall eine Alternative zu dem dienst als Minentaucher nennen können.
Wer mit dem Gedanken spielt als Bootsmannanwärter (BA) eingestellt zu werden, muss an einer Eignungsfeststellung am Zentrum für Nachwuchsgewinnung Marine teilnehmen.
Am ersten Tag bei Anreise wird allgemein über die Verwendungen und Möglichkeiten innerhalb der Streitkräfte, speziell Marine berichtet.
Am 2 Tag folgt dann nach dem Frühstück, der Ärztliche Teil. Vergleichbar mit der Untersuchung bei der allgemeinen Musterung werden alle Gesundheitsdaten erneut aufgenommen. Ein Vortrag von einem Sicherheitsbeauftragten verschafft eine Übersicht über verschiedene Sicherheitsstufen innerhalb der Bundeswehr und den Umgang mit verfassungsfeindlichen Gruppen und Organisationen. Ein Computertest, ähnlich wie bei der Musterung, nur wesentlich schwerer, prüft Mathematik, Grammatik und Englischkenntnisse, sowie logisches Denken. Am Tag 3 kommt der Sporttest dran. Hier müssen Sie 4 x 5m hin und her Sprinten. Danach werden Sie der maximalen Anzahl an Liegestütz und Situps gefordert. Weitsprung und ein Test auf einem Fahrradergometer beenden dann den Sporttest. Nun kommt noch ein psychologische Test! Hier sollten Sie gewissenhaft auf die Fragen die von einem Psychologen gestellt werden und die sich ständig ändern, antworten. Sie solltest auf jeden Fall über die aktuellen Innen,- wie Außenpolitischen Themen Bescheid wissen.